Daniel Handler, Maira Kalman: 43 Gründe, warum es aus ist

Der Roman „43 Gründe, warum es aus ist“ von Daniel Handler mit Bildern von Maira Kalman ist 2013 in deutscher Übersetzung im Carl Hanser Verlag erschienen. Er hat 358 Seiten und eignet sich für Kinder ab 12 Jahren.

Der Roman handelt von der sechzehnjährigen Min Green und einem Jungen namens Ed Slaterton.

Min ist ein eher ruhiger Mensch. Sie liebt klassische Filme und geht regelmäßig ins Kino Carnelian. Auf einer Party ihres besten Freundes Al lernt sie Ed kennen. Er spielt Basketball und ist sowohl in seiner Mannschaft als auch an seiner Schule sehr beliebt.

„[…] wie ein Song, von dem wir ganz vergessen hatten, dass er auch zu unserem Mix gehörte, tratest du in das Haus und in mein Leben.“ (S. 21)

Auf der Party fragt Ed nach Min´s Nummer. Einige Tage später haben die beiden dann ihr erstes Date im Carnelian, um gemeinsam einen Film anzuschauen.

„Das hier ist die Kinokarte für den ersten Film, den wir zusammen gesehen haben, wie er hieß, steht drauf, Greta in der Wildnis, außerdem noch Schülervorstellung und das Datum: 5. Oktober – ein Datum, das mich für alle Zeit irritieren wird.“ (S. 31)

Anfangs sind Ed und Min sehr glücklich miteinander und unternehmen viel zusammen. So planen sie eine Geburtstagsparty für einen Filmstar, gehen zusammen spazieren und Min schaut Ed bei seinen Basketballspielen zu.

Nach einem größeren Vorfall trennen sich die beiden allerdings – insgesamt ging ihre Beziehung vom 5. Oktober bis zum 12. November.

Die Geschichte wird in Form eines Briefes erzählt, in dem Min an Ed schreibt, warum sie sich getrennt haben.

„Ich will dir sagen, wieso es aus ist, Ed, ich schreibe es dir in diesem Brief, die volle Wahrheit darüber, wieso es dazu gekommen ist.“ (S. 7)

Zudem fertigt sie eine Kiste an, in der sie Gegenstände sammelt, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben. Diese Kiste möchte sie Ed vor seine Tür stellen und sich so von allem befreien, was sie an ihn erinnert.

„Weg damit, ich knalle es dir zurück in dein Leben, Ed, alles, was in der Schachtel ist, jedes bisschen, das mit dir und mir zu tun hatte.“ (S. 9)

Mir gefällt der Roman sehr gut.

Das Cover spricht mich persönlich nicht wirklich an, die Idee hinter der ganzen Geschichte finde ich aber genial. Die 43 Gegenstände leiten einen als Leser gut durch das Buch und weil zu jedem Gegenstand die jeweilige Geschichte erzählt wird, erfährt man alles über die Beziehung zwischen Min und Ed.
Die Illustrationen zu den Gegenständen finde ich nicht immer ganz so schön, sie machen die Geschichte aber auf jeden Fall anschaulicher.

Auch der Schreibstil gefällt mir wirklich gut; Min´s Gefühle kommen durch den Brief, den sie verfasst, sehr gut zum Ausdruck.

Während des Lesens hat es mich manchmal etwas genervt, dass Ed als supertoll und beliebt dargestellt wird; meiner Meinung nach erinnert das sehr an die typischen Highschool-Romane, in denen der Mann sich immer total krass fühlt.

Seltsam finde ich auch, dass Min erst sechzehn ist, da sie während des Lesens deutlich älter auf mich gewirkt hat.

Mich hat außerdem verwundert, dass das Buch ab 12 Jahren empfohlen wird. Ich persönlich finde es nicht so einfach zum Lesen und würde es auf jeden Fall ab 14 Jahren empfehlen, für junge Erwachsene ist es aber auch sehr gut geeignet.

Insgesamt empfehle ich „43 Gründe, warum es aus ist“ aber auf jeden Fall weiter.

Ein Kommentar zu “Daniel Handler, Maira Kalman: 43 Gründe, warum es aus ist

  1. Mich hat es total fasziniert, wie man allein durch die Erzählweise aus der doch mittlerweile abgedroschenen Sportass-und-intellektuelles-Mädchen-kommen-zusammen-Geschichte so viel herausholen kann. Die Idee mit den Gegenständen erinnert mich ein wenig an das Buch von Leanne Shapton „Bedeutende Objekte und persönliche Besitzstücke aus der Sammlung von Lenore Doolan und Harold Morris, darunter Bücher, Mode und Schmuck“, in dem es die Autorin schafft eine Beziehung (und ihr Ende) anhand eines Auktionskataloges zu erzählen!

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