Preston Norton: Kurz mal mit dem Universum plaudern

Der Roman „Kurz mal mit dem Universum plaudern“ von Preston Norton ist 2022 in deutscher Übersetzung im Carl Hanser Verlag erschienen. Er hat 442 Seiten und eignet sich für Jugendliche ab 14 Jahren.

Das Buch handelt von einem Jungen namens Clifford Hubbard, genannt Cliff, einem Schüler an der HVH, der Happy Valley High. Er lebt zusammen mit seiner Mutter und seinem Vater, der sich regelmäßig betrinkt und nicht davor zurückschreckt, Cliff zu schlagen, auf der „armen Seite“ von Happy Valley.

„Ich wohnte im Acardia-Park, der so ziemlich das Gegenteil eines Parks im eigentlichen Sinne war: nämlich ein Trailerpark. Das Schlimme an denen ist, dass die ganzen Klischees – ihr wisst schon, die über billige, schrottreife, kakerlakenverseuchte Unterschichtsdreckslöcher…komplett der Wahrheit entsprechen.“ (S. 21)

Cliffs älterer Bruder Shane hat vor etwas weniger als einem Jahr Selbstmord begangen, worunter Cliff sehr leidet.

„[…] jetzt stand ich da, mit nichts außer dieser klaffenden Lücke in meinem Leben. Mit nichts als Regen und Ertrinken und diesem Gefühl, langsam dahinzusiechen […]“ (S. 20)

Seit Shanes Tod hat Cliff keine Freunde, denn der einzige Freund, den er jemals hatte, war sein Bruder. In der Schule wird Cliff besonders wegen seines Übergewichts regelmäßig von den anderen Schülern, besonders von einem Jungen namens Aaron, gemobbt. Statt ihn bei seinem Namen zu nennen, wird er nur „Neandertaler“ genannt.

„Tja, das bin ich […] An der Happy Valley High […] hauptsächlich bekannt als ‚der Neandertaler‘“ (S. 8)

Eines Tages bekommt Cliff mit, dass Aaron einen Unfall hatte und nun im Koma liegt.

„‚Er hat mit ein paar Freunden eine Bootstour auf dem See gemacht […] Jedenfalls ist Aaron ins Wasser gefallen, und genau in dem Moment kam ein anderes Boot vorbei. Die Leute darin haben Aaron nicht gesehen und…‘“ (S. 46)

Aaron erholt sich allerdings schnell wieder und kommt schon nach einigen Tagen wieder zurück in die Schule. Doch in der Mittagspause passiert etwas Seltsames: Aaron setzt sich plötzlich neben Cliff, der sonst immer ganz alleine an einem Tisch sitzt. Cliff denkt zunächst, er möchte ihm einen Streich spielen. Doch Aaron erzählt ihm, dass er in seiner Nahtoderfahrung Gott gesehen hat. Dieser hat ihm eine Liste mit Aufgaben gegeben, die er zusammen mit Cliff bearbeiten soll, um die Schule zu einem besseren Ort zu machen.

„‚Ich hab Gott gesehen […] Und er hat gesagt, […] dass sich an der HVH einiges ändern muss. Hat mir ´ne Liste gegeben, die ich abarbeiten soll. Und er meinte, dass ich dabei deine Hilfe brauche.‘“ (S. 63)

Cliff entscheidet sich, Aaron zu helfen. Doch er weiß nicht, was noch alles auf ihn zukommen wird…

Mir gefällt das Buch nicht sehr gut.

An einigen Stellen, besonders gegen Ende, finde ich die Geschichte zwar spannend, während des Lesens habe ich mich manchmal aber auch gelangweilt und wollte eigentlich nur, dass das Buch endlich vorbei ist.

Der Schreibstil ist sehr locker und lustig. Manchmal musste auch ich etwas schmunzeln, eigentlich finde ich das Ganze jedoch etwas albern und während des Lesens haben mich die ständigen Witze irgendwann genervt. Oft gab es auch Anspielungen auf bestimmte Filme oder Songs, die ich nicht kenne, weshalb ich manches nicht ganz verstanden habe.

Interessant finde ich die Mischung zwischen Ernsthaftigkeit und Witz, da auch schwierige Themen lustig erzählt werden. Die ständige Albernheit hat mich aber wie gesagt bald genervt.

Die Geschichte an sich ist außerdem ziemlich verrückt und seltsam und hat mich persönlich nicht ganz überzeugt.

Insgesamt empfehle ich „Kurz mal mit dem Universum plaudern“ also nicht weiter.

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