Hank Green: The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding

Der Roman „The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding“ von Hank Green ist 2024 in deutscher Übersetzung im dtv Verlag erschienen. Er hat 448 Seiten und eignet sich für Jugendliche ab 14 Jahren.

Das Buch handelt von einer jungen Frau namens April May, die kurz nach ihrem Studienabschluss in Produktdesign in New York City in einem Start-up arbeitet.

„Nachdem ich […] zuletzt mit einem lahmen Bachelor in Produktdesign abschloss, hatte ich den ersten Job angenommen, der es mir ermöglichte, in New York zu bleiben und nicht wieder zurück nach Nordkalifornien in mein Jugendzimmer ziehen zu müssen.“ (S. 6)*

Als sie eines Nachts von der Arbeit nach Hause geht, sieht April plötzlich eine riesige Skulptur, die sie sehr beeindruckt und von der sie sich sofort eingenommen fühlt.

„Er war einfach da. Stand vor Energie und Kraft strotzend mitten auf dem Gehweg und sah aus, als würde er jeden Moment den Kopf senken und seinen leeren, majestätischen Blick auf mich richten.“ (S. 8)

Da April wirklich sehr von dieser Statue fasziniert ist, beschließt sie, ihren besten Freund Andy Skampt anzurufen, mit dem sie zusammen studiert hat und überredet ihn, seine Kamera und Scheinwerfer mitzubringen, denn sie möchte ein Video über die Statue, die sie spontan Carl genannt hat, drehen und es auf YouTube hochladen.

„Innerhalb von ein paar Minuten strahlte ein akkubetriebener LED-Scheinwerfer, die Kamera war einsatzbereit und Andy befestigte sich ein kleines Ansteck-Mikro am Kragen.“ (S. 14)

Was die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Das Video geht über Nacht viral und bereits am nächsten Morgen hat April hunderte Mails von Nachrichtensendern und Redakteuren. Und sie erfährt außerdem, dass Carl nicht nur nicht nur in New York, sondern auch in anderen Städten entdeckt wurde.

„In ungefähr jeder größeren Stadt der Welt steht einer. Insgesamt sind von Peking bis Buenos Aires bis jetzt vierundsechzig Carls gezählt worden. Alle standen ohne Vorankündigung plötzlich da.“ (S. 25)

Das Besondere an der ganzen Sache ist: Niemand hat gesehen, wer die Carls aufgestellt hat oder weiß, wer der Künstler der Skulpturen ist.

Und April, die plötzlich weltberühmt ist, muss damit klarkommen, der neue Internet-Star zu sein…

Mir gefällt das Buch nicht sehr gut.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich eigentlich recht interessant und auch passend zur heutigen Zeit. Es ist interessant zu sehen, wie April mit ihrer plötzlichen Berühmtheit umgeht und wie das Ganze nach und nach ausartet.

Dabei hatte ich an machen Stellen, besonders am Anfang, das Gefühl, dass das Buch für Jugendliche lehrend sein soll und es sich der Autor als einziges Ziel gemacht hat, die Schattenseiten des Internets hervorzuheben. Obwohl sich dieser Eindruck im Laufe der Geschichte wieder gelegt hat, habe ich dies anfangs eher als nervig empfunden.

Was mich mehr stört ist, dass die gesamte Geschichte auf mich total seltsam und verrückt wirkt. Möglicherweise war dies auch die Intention des Autors, ich persönlich hätte das Buch aber etwas realistischer gelassen, sodass man sich vorstellen kann, dass so etwas auch im echten Leben passieren könnte, denn die Idee hinter der ganzen Geschichte finde ich wie gesagt ganz interessant.

Außerdem finde ich, dass sich die gesamte Geschichte sehr gezogen hat. Es gab immer mal wieder Stellen, an denen ich mich gelangweilt habe und das Buch einfach nur fertig haben wollte.

Auch das Ende wirkt auf mich sehr seltsam und für den Leser bleibt vieles offen.

Insgesamt empfehle ich „ The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding“ also nicht weiter.

*Ich habe mich auf die Seitenzahlen des E-Books bezogen

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