Benjamin Alire Sáenz: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Der Roman „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ von Benjamin Alire Sáenz ist 2014 in deutscher Übersetzung im Thienemann Verlag erschienen. Er hat 383 Seiten und eignet sich für Jugendliche ab 14 Jahren.

Das Buch handelt von dem fünfzehnjährigen Jungen Aristoteles Mendoza, genannt Ari, der gemeinsam mit seinen Eltern im Jahr 1987 in El Paso, einer Stadt in Texas, lebt. Sein Bruder Bernardo sitzt seit mehreren Jahren im Gefängnis und Aris Eltern sprechen nicht über ihn und möchten auch Aris Fragen nicht beantworten.

„Ich durfte noch nicht mal seinen Namen erwähnen. Wer redet schon gern über ältere Brüder, die im Gefängnis sitzen? Nicht meine Eltern, so viel stand fest.“ (S. 16/17)

Eines Tages geht Ari ins Schwimmbad, um sich selbst das Schwimmen beizubringen. Am Beckenrand trifft er auf einen Jungen, der sich als Dante vorstellt und Ari vorschlägt, ihm beim Schwimmenlernen zu helfen.

Den restlichen Sommer über treffen Ari und Dante sich immer wieder, gehen zusammen ins Schwimmbad und kommen sich dabei immer näher.

„Den ganzen Sommer über schwammen wir und lasen Comics und Bücher, über die wir diskutierten […] Wir lachten. Wir lachten immer.“ (S. 24/25)

Langsam wird Dante zu Aris erstem richtigen Freund. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnt Ari noch nicht, das Dante mehr für ihn spürt, als er denkt…

Mir gefällt der Roman sehr gut.

Das Cover hat mich persönlich sofort angesprochen und auch die Namen der zwei Philosophen haben mein Interesse geweckt, auch wenn diese im Endeffekt keine Rolle für die Geschichte gespielt haben.

Die Geschichte bleibt während des gesamten Lesens über sehr spannend und wird nie langweilig, obwohl gar nicht sonderlich viel passiert, was einem als Leser aber eigentlich gar nicht richtig auffällt.

Interessant sind besonders Ari und Dante, die sich schon bald sehr nahestehen, obwohl sie so unterschiedlich sind. Ari versinkt immer wieder in Selbstzweifeln und muss oft über seinen Bruder nachdenken. Dante dagegen ist selbstsicher, zeigt seine Gefühle und steht zu ihnen. Besonders spannend zu beobachten ist, wie Ari sich durch Dante verändert und sich selbst am Ende so akzeptiert, wie er ist.

Auch andere Figuren finde ich sehr faszinierend, beispielsweise Dantes und Aris Eltern, die auch ihre Geheimnisse haben und über die man im Laufe des Buches immer mehr erfährt. Ein Beispiel dafür ist Aris Vater, der, seit er im Vietnamkrieg kämpfen musste, kaum redet und aus dem Ari zunächst nicht schlau wird. Die beiden kommen sich im Laufe der Geschichte allerdings auch näher.

Ich persönlich habe schon am Anfang des Buches geahnt, wie die Geschichte ausgeht, habe mich während des Lesens aber dennoch nicht gelangweilt und wurde auch lange im Ungewissen gelassen, ob meine Vermutungen richtig sind.

Insgesamt empfehle ich „ Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ also auf jeden Fall weiter und freue mich darauf, den zweiten Band „Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens“ zu lesen.

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