Lena Hach: Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.

Der Roman „Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.“ von Lena Hach ist 2014 im Beltz & Gelberg Verlag erschienen. Er hat 159 Seiten und eignet sich für Kinder ab 12 Jahren.

Das Buch handelt von dem fünfzehnjährigen Finn, der, seit seine Freundin Sofie ihn verlassen hat, an Liebeskummer leidet.

„Sofinn. So haben sie uns genannt […] Und jetzt? Sind wir nicht mal mehr SofieundFinn. Sondern Finn. Und Sofie […]“ (S. 7)

Seitdem weiß Finn nicht mehr, was er mit seinem Leben anfangen soll. Sein Freund Moritz hat sich deswegen ein ALK-Programm ausgedacht, ein Anti-Liebeskummer-Programm, mit dem er Finn helfen möchte, Sofie endlich zu vergessen.

„Was er sich ausgedacht hat, klingt simpel. Ich bin sein Klient. Er mein Coach. In dieser Funktion hat er ein Zehn-Punkte-Programm ausgearbeitet, das mich schnell wieder ‚auf die Beine‘ bringen soll.“ (S. 13)

Als Finn und Moritz gemeinsam ins Kino gehen, sieht Finn an der Litfaßsäule einen lustigen Abrisszettel, den er sehr witzig findet und der ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

„Ich muss lachen. Wirklich lachen! Zum ersten Mal seit zwei Wochen.“ (S. 25)

Und als er mit Moritz ins Freibad geht, fällt ihm ein Mädchen an der Pommesbude auf. Moritz bemerkt das und meint, Finns neue ALK-Aufgabe sei es, das Mädchen nach ihrer Nummer zu fragen. Als Finn ihr schließlich hinterherläuft, sieht er, wie sie einen Abrisszettel aufhängt, spricht sie aber nicht an, weil er denkt, sie hätte ihre Nummer sicher auf den Zettel geschrieben.

„Wer einen Zettel aufhängt, schreibt auch seine Nummer dazu. Besser kann es nicht kommen. Kein Risiko, mir eine Abfuhr zu holen.“ (S. 35)

Als er den Zettel liest, kann er aber keine Nummer entdecken: Denn es ist wieder einer der lustigen Zettel, die Finn schon im Kino gesehen hat.

Doch Moritz hat sich schon etwas einfallen lassen, um Finn mit dem Mädchen bekannt zu machen…

Mir gefällt der Roman sehr gut.
Das Cover hat mich erst einmal etwas abgeschreckt, ich habe das Buch glücklicherweise aber trotzdem mitgenommen, denn man soll ja nicht nach dem Äußeren beurteilen 😉

Die Geschichte hat mich sofort gefesselt und es war schwierig, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist sehr locker und einfach, sodass man gut in die Handlung eintauchen kann und sich nicht allzu sehr konzentrieren muss.

Generell ist der Roman unterhaltsam und an vielen Stellen sehr lustig. Auch die Abrisszettel haben mich zum Lachen gebracht 🙂

Mir gefällt außerdem sehr gut, dass die Probleme der Charaktere nicht übertrieben und tragisch, wie es in anderen Liebesgeschichten ist, dargestellt werden, sondern lustig und humorvoll. Die Figuren sind mir persönlich sehr sympathisch und auch ihre Verschiedenheit gefällt mir gut, die besonders in der Freundschaft zwischen Finn und Moritz deutlich wird: Der „langweilige“ Finn, der ohne Sofie nicht weiß, was er mit sich anfangen soll und der clevere Moritz, der zum Einschlafen ein Synonymwörterbuch liest.

Insgesamt empfehle ich „Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.“ also auf jeden Fall weiter.

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