Philip Pullman: Der goldene Kompass

Der Roman „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman ist 2002 in deutscher Übersetzung im Carlsen Verlag erschienen. Er hat 445 Seiten und eignet sich für Kinder ab 12 Jahren. „Der goldene Kompass“ ist der erste Band der Trilogie „His Dark Materials“.

Das Buch handelt von einem Mädchen namens Lyra Belaqua, die in einer Universität namens Jordan College in Oxford aufwächst.

„Jordan College war das imposanteste und reichste College in Oxford […] Lyra […] war stolz auf die Bedeutung ihres College und gab damit gern bei ihren Kameraden an, wenn sie mit ihnen am Kanal oder in den Lehmgruben spielte.“ (S. 42/43)

Weil ihre Eltern bei einem Unfall gestorben sind, lebt Lyra mit verschiedenen Gelehrten und Wissenschaftlern im College. Von ihnen lässt sie sich jedoch nicht im geringsten stören.

„Für […] Wissenschaftler und Professoren […] hatte sie nur Verachtung übrig […]“ (S. 43)

Ihr einziger Verwandte ist Lord Asriel, Lyras Onkel, mit dem sie sich jedoch nicht sehr gut versteht.

„Lord Asriel besuchte das College nicht oft […] Lyra hörte seine raue Stimme immer mit einer Mischung aus Furcht und Freude.“ (S. 16/17)

Und wie jeder andere Mensch ist Lyra von ihrem Daemon namens Pantalaimon unzertrennlich. Er kann seine Tiergestalt zu jeder Zeit ändern, solange Lyra noch ein Kind ist.

Lyra gefällt es im College ganz gut. Sie hat zwar regelmäßig Schulunterricht, oft spielt sie aber auch mit ihren Freunden oder stört die Wissenschaftler in ihrer Arbeit.

„Am liebsten kletterte sie mit ihrem besten Freund Roger, dem Küchenjungen, über die Collegedächer und spuckte Pflaumenkerne auf die Köpfe vorbeikommender Wissenschaftler oder schrie vor dem Fenster eines Seminarraumes wie eine Eule […]“ (S. 44)

Noch lieber aber erkundet Lyra die Gegend um und in Jordan College. So kommt es, dass sie sich eines Tages ins Ruhezimmer des Rektors schleicht, da Lyra weiß, dass er Lord Asriel erwartet und dort empfangen will.

Doch während sie sich umschaut, hört sie die Schritte des Rektors von draußen und versteckt sich schnell hinter einem Sessel. Denn es ist für sie strengstens verboten, den Raum zu betreten.

„Obwohl Lyra fast ihr ganzes Leben im College verbracht hatte, war sie noch nie im Ruhezimmer gewesen; nur Wissenschaftler und ihre Gäste durften es betreten […]“ (S. 10)

Während Lyra wartet, dass der Rektor wieder aus dem Zimmer geht, beobachtet sie, wie er in eine Karaffe mit Wein, die er Lord Asriel anbieten möchte, ein Pulver schüttet. Sie realisiert schnell, dass der Rektor ihren Onkel vergiften möchte und nimmt sich vor, in ihrem Versteck zu warten und ihn zu warnen.

„‚[…] ich habe gesehen, was der Rektor tat, und deshalb habe ich keine Wahl. Du weißt auch, was ein Gewissen ist. Wie kann ich ruhig in der Bibliothek oder sonst wo sitzen und Däumchen drehen, wenn ich weiß, was hier passiert?‘“ (S. 15)

Obwohl Pantalaimon Lyra überreden möchte, schnell aus dem Ruhezimmer zu fliehen, wartet Lyra auf ihren Onkel. Als Lord Asriel den Wein probieren möchte, springt sie aus ihrem Versteck hervor, um ihn zu warnen.

„Sie […] rannte zu ihrem Onkel und schlug ihm das Glas aus der Hand. Der Wein schwappte über und spritze auf die Tischkante und den Teppich, dann fiel das Glas auf den Boden und zersprang.“ (S. 20)

Weil sich in diesem Moment kein anderer Mensch im Zimmer befindet, befiehlt Lord Asriel Lyra, sich im Schrank zu verstecken und auf einen günstigen Fluchtversuch zu warten. In ihrem Versteck hört Lyra, wie Lord Asriel die anderen Wissenschaftler und den Rektor begrüßt und ihnen dann etwas über seine neuesten Forschungen berichtet. Er zeigt den Anwesenden ein Bild, auf dem eine Stadt als Polarlicht am Himmel abgebildet ist. Um mehr darüber herauszufinden, bittet er um finanzielle Unterstützung. Die Wissenschaftler wollen dies ablehnen, doch noch während sie diskutieren, schläft Lyra in ihrem Versteck ein.

„Die Argumente gingen hin und her und Lyra merkte, wie ihr die Augen zufielen. Bald schlief sie fest, um den Hals Pantalaimon in Gestalt eines Hermelins, die er zum Schlafen bevorzugte.“ (S. 36)

Als Lord Asriel sie nach seinem Vortrag aufweckt, erzählt er ihr, dass er bald in den Norden reisen muss. Lyra möchte unbedingt mitkommen, wird von ihrem Onkel jedoch abgewiesen.

„‚Du kommst nicht mit, Kind. Schlag dir das aus dem Kopf, die Zeiten sind gefährlich. Tu, was dir gesagt wird, und geh ins Bett, und wenn du brav bist, bringe ich dir einen Walrosszahn mit einer Eskimoschnitzerei mit.‘“ (S. 37)

Doch einige Tage später lernt Lyra Marisa Coulter kennen, eine Wissenschaftlerin, die Jordan College besucht. Lyra ist sehr beeindruckt von ihr und als der Rektor ihr erzählt, sie könne bei ihr leben, ist sie begeistert. Besonders, weil Mrs Coulter oft reisen muss; sogar in den Norden.

So zieht Lyra zu Mrs Coulter. Doch es kommt alles ganz anders als erwartet…

Mir gefällt der Roman überhaupt nicht.

Da ich generell keine Fantasy-Romane mag, dachte ich mir schon von Anfang an, dass „Der goldene Kompass“ nichts für mich ist. Ich mag die ganze Geschichte nicht, was aber nicht am Schreibstil, sondern an der Fantasyhandlung liegt.

Der Anfang des Buches ist sehr langweilig und man kommt nicht so richtig in die Geschichte rein. Da das Buch sehr dick ist, zieht sich die ganze Handlung sehr. Drei Bände sind meiner Meinung nach etwas zu viel für eine Geschichte.

Ich empfehle „Der goldene Kompass“ nicht weiter. Für Fantasy-Fans könnte der Roman aber ganz passend sein.

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