Esther Glen: Ferien auf Kamahi

Der Roman „Ferien auf Kamahi“ von Esther Glen ist 2013 in deutscher Übersetzung im Susanna Rieder Verlag erschienen. Er hat 202 Seiten und eignet sich für Kinder ab 8 Jahren. „Ferien auf Kamahi“ ist die Fortsetzung von „Wir 6 aus Neuseeland“.

Das Buch handelt von einem dreizehnjährigen Mädchen namens Ngaire Malcom, die gemeinsam mit ihren fünf Geschwistern Kathie, Rob, Jan, Jock und Pipi und ihren Eltern in Auckland auf Neuseeland wohnt.

Oft besuchen die Kinder jedoch ihre Onkel John, Stephen und Dan. Diese wohnen auch in Neuseeland, aber auf einer Schaffarm mitten in der Natur in der Provinz Canterbury.

„Kamahi ist die Schaffarm der Onkels, und sie liegt mitten auf dem Land, weit weg von irgendeiner Stadt. Es ist ein wunderschönes, altes, beranktes Haus mit einem roten Dach, direkt am Ufer eines breiten, rauschenden Flusses.“ (S. 9)

Auch in diesen Weihnachtsferien wollen die sechs gerne wieder zu ihren Onkels.

„Wir […] leben in einer großen Stadt auf einer der kleinen Inseln von Neuseeland. Aber obwohl wir Stadtkinder sind, mögen wir das Land noch lieber, und am allerliebsten mögen wir Kamahi.“ (S. 8)

Ihr Wunsch passt gut, denn der Vater Ngaires hat einen wichtigen Termin und kann nicht auf die Kinder aufpassen.

„Ihr müsst wissen, dass Papa zu einer wichtigen Konferenz nach Sydney eingeladen worden war. Und da Mama keine besonders robuste Gesundheit hatte, wollte er sie gerne mitnehmen, weil er dachte, es würde ihr vielleicht guttun.“ (S. 7/8)

So fahren Ngaire, Kathie, Rob, Jan, Jock und Pipi schon bald mit der Bahn zu ihren Onkeln.

„Wir donnerten über die verbrannte braune Ebene, ab und zu hielten wir mit ungeduldigem Tuten an kleinen Bahnhöfen auf der Strecke. Pipi und ich pressten unsere Nasen an die Scheibe, weil wir nichts verpassen wollten, während Jan das Fenster öffnete und ihren Kopf hinausstreckte.“ (S. 11)

Auf Kamahi angekommen freuen sich auch die Onkel sehr über den kurzfristigen Besuch und schnell haben die Kinder große Pläne für ihre Zeit auf Kamahi.

„ ‚[…] ich möchte […] eine ganze Menge machten‘, antwortete Jan und lehnte sich mit leuchtenden Augen zurück. ‚Ich will runter zum Fluss und rauf auf den Hügel, in der Bibliothek was lesen, Paweka reiten und…‘ “ (S. 21)

Und wirklich, schon bald erleben Ngaire, Kathie, Rob, Jan, Jock und Pipi die schönsten Abenteuer, die man sich nur vorstellen kann. Von Picknicken und Ausflügen bis hin zu Weihnachten und anderen Festen.

Im Laufe des Buches wird die Zeit auf Kamahi beschrieben und von Entdeckungen, Ausflügen und anderen Beschäftigungen berichtet.

Mir gefällt das Buch gut.

Obwohl mir der erste Band „Wir 6 aus Neuseeland“, zu dem ich auch eine Besprechung veröffentlicht habe nicht sehr gut gefallen hat, finde ich „Ferien auf Kamahi“ deutlich interessanter. Dies hat mich etwas gewundert, da der zweite Band eines Buches meist schlechter als der erste ist, trotzdem finde ich „Ferien auf Kamahi“ deutlich besser geschrieben.

Wie auch im ersten Band werden die Natur und die Entdeckungen der Kinder genau beschrieben, was ich sehr spannend finde.

Zudem ist der Roman im Gegensatz zum ersten Band nicht langweilig.

Außerdem gefällt es mir gut, dass Ngaire, Jan, Jock, Kathie, Rob und Pipi älter geworden sind. Ngaire zum Beispiel war im ersten Band noch zwölf Jahre alt, in „Ferien auf Kamahi“ schon dreizehn. In vielen Büchern wachsen die Hauptpersonen nämlich nicht, was die ganze Geschichte dann etwas unglaubwürdig macht.

Ich würde „Ferien auf Kamahi“ also weiterempfehlen.

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