
Der Roman „Wir sind nicht zu fassen“ von Kurt Dinan ist 2016 in deutscher Übersetzung im Magellanverlag erschienen. Er hat 320 Seiten und eignet sich für Kinder ab 14 Jahren.
Das Buch handelt von einem sechzehnjährigen Jungen namens Max Cobb, der die Asheville-Highschool besucht.
„Die AHS ist ein uraltes Gebäude, das etwa zu der Zeit errichtet wurde, als Pangäa sich in die heutigen Kontinente aufspaltete. Wenn die Football-, Baseball- und Fußballfelder nicht wären, könnte man denken, dass man eine Nervenheilanstalt vor sich hin rotten sieht, was wohl irgendwie auf alle Schulen zutrifft.“ (S.7)
Max selbst sieht sich als der „Uncoole“ und möchte das unbedingt ändern.
„Das Problem ist […], dass „cool“ und „Max Cobb“ ungefähr so gut zusammenpassen wie Cocktails und Kamillentee. Zum Beispiel: Langes Wochenende? Ich sitze zu Hause und sehe mit meinen Eltern fern […] Dafür berühmt, dass ich in der neunten Klasse in Ohnmacht gefallen bin?“ (S.6)
Eines Tages klebt in Max Spind jedoch eine Einladung des „Chaos-Clubs“. Der „Chaos-Club“ ist ein Club der Schule, der jede Menge Unsinn anstellt.
„Allein in den letzten zwei Jahren hat diese Truppe, die schon über vierzig Jahre alt ist, folgendes erreicht:
1. Den Fahnenmast bis ganz nach oben mit alten Autoreifen zugestapelt.
2. Das gesamte Sprechzimmer eines Beratungslehrers vom Boden bis zur Decke mit Wasserbomben gefüllt.
[…]
Es gibt sogar eine Website, auf der alle Aktionen dokumentiert werden.“ (S.9/10)
Und was den Club besonders genial macht, ist, dass er noch nie erwischt wurde und es keinerlei Hinweise gibt.
Deshalb freut sich Max natürlich sehr, als er sieht, dass genau dieser Club ihn eingeladen hat, um 22 Uhr am Wasserturm der Schule zu sein. Mehr steht nicht auf Max Zettel, aber natürlich geht er trotzdem zum Treffpunkt, da Max die Herausforderung annehmen will, um nicht mehr so „uncool“ zu sein.
Als Max am Wasserturm ankommt, sieht er, dass noch einige andere Schüler vom Chaos-Club eingeladen wurden, darunter auch Ellie Wick. In sie ist Max etwas verliebt, die beiden besuchen gemeinsam den Philosophiekurs.
„Während wir über das Fußballfeld in Richtung Tor laufen, betrachte ich Ellie heimlich von der Seite. Mit ihren blonden Haaren und großen grünen Augen sieht sie jetzt in der elften Klasse genauso vorbildlich aus wie damals in der Junior-Highschool.“ (S.9)
Außerdem sieht Max noch seinen alten Freund Dave Wheeler. Die beiden verstehen sich gut, doch Max Mutter mochte Dave nicht besonders.
„Zu Beginn der Highschool hingen Wheeler und ich viel zusammen rum, aber Mom machte ihn schnell […] als ‚schlechten Einfluss‘ aus und schob einer Freundschaft außerhalb der Schule einen Riegel vor.“ (S.11/12)
Auch das Mädchen Kate Malone, die mit Max und Ellie den Philosophiekurs besucht, ist gekommen.
„Sie hat Kopfhörer in den Ohren und malt mit einem schwarzen Edding Graffiti auf ihre Jeans. Von diesem Werk mal abgesehen, ist Kate eine der besten Künstlerinnen an der Schule. So gut, dass ihr ein Platz am College gesichert sein dürfte.“ (S.13)
Und der letzte Teilnehmer, den Max sieht, ist Tim Adleta.
„Adleta ist gleich beim Übertritt von der Junior-Highschool auf die Asheville High in die Schulmannschaft für Lacrosse aufgenommen worden und erzielt seitdem jedes Jahr die besten Ergebnisse der ganzen Liga. Außerdem fährt bei ihm da, wo bei anderen Leuten das Hirn sitzt, ein Affe im Kreis Fahrrad.“ (S.14)
Die fünf beschließen nach einer kurzen Unterhaltung, sich etwas umzusehen, um weitere Hinweise des Chaos-Clubs zu finden. Ellie findet dann einen Zettel auf dem steht, dass sie und die anderen auf den Wasserturm klettern sollen. Max ist davon nicht sehr begeistert, aber er macht trotzdem mit.
„Ich steh nicht so auf Höhen, aber was ich so richtig hasse, sind Leitern. Ich stelle mir immer vor, wie die Sprosse unter mir wegbricht und ich in die Tiefe falle. In der Dunkelheit diese Leiter hochzuklettern […] macht mich nicht gerade ruhiger.“ (S.24)
Als alle dann oben sind, bemerken sie aber, dass sie vom Chaos-Club reingelegt wurden. Auf dem Wasserturm steht nämlich gesprayt: „Arschville-Highschool – Heimat der goldenen Duschen“. Und in genau diesem Augenblick fährt ein Polizeiauto vor den Turm…
Im Laufe des Buches wird zuerst beschrieben, wie die Polizei Max, Ellie, Dave, Tim und Kate beschuldigt, den Schriftzug auf den Turm geschrieben zu haben. Diese streiten das natürlich ab und bekommen trotzdem eine Strafe. Sie beschließen anschließend aber, sich zu rächen. Besonders Max möchte den Chaos-Club für ihren Streich bestrafen und aufdecken, wer die Teilnehmer des Clubs sind. Gemeinsam planen die fünf selbst einige Streiche, um dem Chaos-Club auf die Spur zu kommen…
Mir gefällt das Buch ganz gut. Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig, sodass man der Geschichte leicht folgen kann. Außerdem weiß man nicht gleich am Anfang des Buches, wie es ausgeht, am Ende war ich ganz überrascht, wer wirklich hinter dem Chaos-Club steckt. Auch die Streiche finde ich sehr lustig und es macht Spaß, die Pläne und Vorbereitungen der fünf Jugendlichen zu lesen. Zudem hat mich das Cover des Buches angesprochen. Es zeigt nur eine Kuh mit blauem Hintergrund und weil das so einfach und simpel ist, habe ich das Buch gleich aus dem Regal genommen und näher angeschaut.
Manchmal fand ich es etwas verwirrend, dass die Personen mal mit Vornamen und mal mit Nachnamen benannt werden. So wusste ich nicht immer, wer wer ist und am Anfang der Buchempfehlung musste ich erst einmal eine Liste mit allen Namen und Personen erstellen, um einen Überblick zu bekommen. Wenn man aber mal alle Namen kennt, ist es viel einfacher.
Trotzdem würde ich den Roman „Wir sind nicht zu fassen“ empfehlen.