Mikael Engström: Kaspar, Opa und der Monsterhecht

Der Roman „Kaspar, Opa und der Monsterhecht“ von Mikael Engström ist 2015 in deutscher Übersetzung erschienen. Er hat 192 Seiten und eignet sich für Kinder ab 9 Jahren.

Das Buch handelt von einem Jungen namens Kaspar, welcher mit seinem Großvater in Schweden wohnt. Beide schnitzen Holzpferdchen, die sie dann an den Besitzer des Dorfladens, Atom-Ragnar, verkaufen und dafür Bier, Schnupftabak und Orangenlimonade bekommen.

„Großvater lebte davon, Holzpferdchen zu schnitzen. Meistens schnitzte er an die hundert davon, bevor er sie am Dorfladen ablieferte, bei Atom-Ragnar. Dafür erhielt er dann ein Sümmchen, das fürs Nötigste reichte, […]“ (S.8)

Großvater und Kaspar wollen an einem Angelwettbewerb teilnehmen und rudern deswegen oft mit ihrem Boot zum Angeln. Ihr Motor ist nämlich kaputtgegangen und wenn man den schwersten Hecht fangen würde, gäbe es als Preis einen niegelnagelneuen Bootsmotor.

„Die Zeitung schreibt einen Angelwettbewerb auf Hechte aus […] Hier steht, wer auf sportliche Art den größten Hecht des Sommers angelt, gewinnt einen Außenborder mit acht PS. Einen Bootsmotor! Verstehst du? Das ist ein Zeichen des Himmels. Da steckt ein Sinn dahinter.“ (S.40/41)

Manchmal besuchen die beiden aber auch Großvaters Freund Birger oder Kaspars Freundin Lisa. Birger ist ein Künstler und malt den Blick aus seinem Fenster.

„Seit zehn Jahren malte Birger schon an dem Bild, und er malte jede noch so kleine Veränderung draußen in der Natur. Wie draußen, so wechselten auch auf seinem Bild die Jahreszeiten. [..] Und Birger malte, malte eine Schicht über die andere. Die Jahreszeiten überlappten sich auf dem Bild, Morgen- und Abendstunden, Sonne und Regen – die Farbschicht darauf war dementsprechend dick.“ (S.19/20)

Lisa ist etwas älter als Kaspar und wohnt mit ihrer Mutter Mia in einem roten Haus mit weißen Ecken. Mit ihr spielt Kaspar, ist aber, glaube ich, auch etwas in sie verliebt.

„Kaspar schaute Lisa nie länger als zehn Sekunden in die Augen, allerhöchstens zehn Sekunden, denn danach breitete sich ein Gefühl von wohliger Lebensgefahr im Körper aus, und man bekam heiße Backen.“ (S.17)

Am meisten Zeit verbringt Kaspar jedoch mit Großvater. Er ist sein großes Vorbild.

„Kaspar wollte so werden wie Großvater.“ (S.17)

Mir gefällt der Roman sehr gut, da ich es besonders lustig finde, wie die einzelnen Leute so drauf sind. Atom-Ragnar zum Beispiel heißt so, weil er nicht an Atome glaubt.

„Dass er Atom-Ragnar genannt wurde, kam daher, dass er nicht an Atome glaubte. Er schrieb immer wieder Leserbriefe an die Lokalzeitung und erklärte, Atome gebe es gar nicht.“ (S.9)

Aber auch die Geschichte finde ich schön. Ich wusste beim Lesen dieses Buches am Anfang nämlich nicht gleich, wie es ausgeht. Das Ende ist dann auch ganz anders als ich dachte. Bei den meisten Büchern weiß man gleich am Anfang, wie es ausgeht, hier ist das nicht so. Ich dachte zuerst auch, das Buch wäre möglicherweise etwas langweilig, da Kaspar erst sechs Jahre alt ist. Doch er könnte auch viel älter sein, also ist das nicht schlimm. Es gibt außerdem noch drei weitere Bände, einer wurde jedoch nicht ins Deutsche übersetzt. Die anderen zwei Bücher der Kaspar-und-Opa-Reihe besitze ich auch. Sie haben mir genauso gut gefallen wie der erste Band.

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